10 Jahre Bobby-Car-Club Altenhain

10 Jahre ist es nun her, als der Bobby-Car Club Altenhain (damals noch Black-Racing-Team) am 30.04.2005 in Silberg bei der NRW-Meisterschaft teilnahm. An diesem Tag wurde der Grundstein für unseren Club sowie für alles was wir in den vergangenen Jahren erreicht haben gelegt.

Bisher hat genau ein solcher Text auf der Webseite gefehlt. Wie sind wir überhaupt zu diesem Sport gekommen?

Die Antwort kommt jetzt:

Damals startete unser Fahrer Marcel im Alter von 12 Jahren mit seinem Vater und einem Kumpel auf nach Silberg in Nordrhein-Westfalen...

Eigentlich begann alles schon früher:

Es war 2003 als unser Fahrer Marcel zusammen mit seinen Kumpels Max, Sebastian und Christian anfing Rutschautos und andere Fahrzeuge (Kettcars, Dreiräder etc.) zu tunen. Mit diesen Fahrzeugen richteten sie dann Rennen untereinander aus, oder cruisten durch den kleinen Ort Altenhain am Taunus. Damals stand hierbei weniger die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, sondern viel mehr das Aussehen im Vordergrund.

Unser erstes "Renn-" Bobby-Car

Ein Jahr später entdeckte Marcel über das Internet und die Weiterleitung eines Links, von Bobbycar-Tuning Team Neuss, die Homepage des BobbyCarClub Deutschland e.V (heute MiniCartClub Deutschland e.V.). Auf der Webseite wurde zur nächstjährigen Bobby-Car Saison und dem damit verbundenen Saisonauftakt in Silberg geladen.

Nach langer Planung und vielen überredens- Debatten fuhren Max, unser Fahrer Marcel und sein Vater zum ersten Rennen der Saison (NRW- Meisterschaft) nach Silberg.

Der Technische Unterschied zwischen den Fahrzeugen unseres Teams und der der Profis war enorm.

Bei einem "sondergeregelten" Trainingslauf erreichten wir ca. Schritttempo in der oberen Schäferkurve von Silberg. Kleiner Einwurf an dieser Stelle: Sondergeregelt war es, dass nach Nachfrage beim Veranstalter, unser Marcel einmal die Strecke im Training herunterfahren durfte und das obwohl das Alter noch nicht stimmte.

Marcel startete altersbedingt in der Kinderklasse. (Jugendklasse war erst von 14-17 Jahren)

Als unser Team die Rennen der Profis am Sonntag verfolgte wussten wir: "diesen Sport wollen wir auch betreiben". Der Sieger bei den Profis war der Amtierende Weltmeister Ray Oppel, von dem Marcel sich ein Autogramm auf sein Fahrzeug geben lies.

Ray Oppel und Wolfgang Vormberg Ray´s Bobby-Car

Daheim angekommen begannen die Planungen.

Wir hatten keine wirkliche Lust nur mit Originalen Bobby-Car an Rennen teilzunehmen, dies kam uns damals einfach zu langsam und zu "Uncool" vor.

Also wurde über die Saison zu den Rennen gepilgert und gleichzeitig ein Prototyp entwickelt. Der Prototyp wurde durch Lothar Kusch konstruiert, der seit her unser Rennmechaniker ist.

"Erlkönig" des Clubs

Im Hessischen Haiger war es dann soweit, erste Teilnahme in der Jugendklasse. In der Zwischenzeit wurde unser Team noch durch Bastian Holte ergänzt, der auf Anhieb den Sieg und die Liebe zur Kinderklasse gewann.
Marcel konnte mit unserem "Erlkönig" den dritten Platz der Jugend einfahren.

Über die Saison wurde weiter Trainiert und sich stätig mit Marcels Mentor, Ray Oppel, ausgetauscht.

Hierdurch konnten wir beim letzten Rennen der Saison, der Deutschen-Meisterschaft in Weidenstetten, den dritten Platz erreichen.

Über die Winterpause wurde gebaut und für die neue Saison geplant. Diesmal war das Ziel mindestens einen ersten Platz in der Jugend einzufahren.

Saison 2006

Zum Saison Auftakt fuhren diesmal allerdings nur Marcel und sein Vater. Max und Bastian ergänzten das Team erst wieder im Laufe der Saison.

Beim ersten Rennen 2006 in Silberg passierte es dann, Bänderriss im rechten Fuß.
Es lief im Rennen wirklich sehr gut für unseren Marcel. Die Idee, im Regen (mit Grün) die Kurve bei ca. 45km/h zunehmen war allerdings nicht so gut.

Darauf folgten 6 Wochen Pause.

In dieser Zeit wurde schon an eine Aufgabe des Hobbys gedacht.
Am Ende stand der Entschluss fest, was einen nicht umbringt macht einen stärker.

Kurz darauf konnte unser Team den ersten Sieg mit dem "Erlkönig" feiern. Es war der 1 Platz der Thüringischen-Meisterschaft 2006. Marcel Startete mit der Nummer 84, die er seit her bis zur Trennung der Bobby-Car Verbände (2010) trug. Das ist aber ein anderes Thema.

Durch sehr viele Gespräche und Ratschläge des Mentors Ray Oppel aus Coburg (4 maliger Profi Weltmeister) konnte Marcel 2007 den Weltmeistertitel der Jugend einfahren.

2008 stieß dann der Sohn unseres Rennmechanikers (Lothar Kusch) Stephan Kusch dazu. Probeweise hatte Stephan schon einige Rennen auf Feldwegen absolviert, wodurch die Lust für diesen Sport geweckt wurde.

Stephan zeigte sehr schnell, dass ihm das Rennfahren im Blut steckte. Bei seiner ersten Teilnahme landete er auf Anhieb auf dem zweiten Platz hinter Marcel.

In den darauffolgenden Jahren wurde unser Team immer erfolgreicher und der Sport immer technischer.

Wir konnten sehr viele Entwicklungen im Sport miterleben, auch wenn diese nicht immer alle positiver Natur gewesen sind. Seit 2010 Organisierten und richteten wir 4 Meisterschaften aus. Wir verfolgten die Auferstehung sowie den Fall mehrerer Clubs, die Teilung der Verbände, die Entstehung der MiniCart Rennen und vieles weitere.

Die letzten 10 Jahre zeigten, wie wechselhaft und doch vielseitig dieser Sport sein kann.

Wir hoffen auf die nächsten 10 Jahre, die hoffentlich kommen werden, immerhin gibt es diesen Sport seit 1994.
Es wird zwar immer schwerer, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir alle zusammen als Fahrergemeinschaft sowie die Rennausrichter den Sport fördern und nur so am Leben erhalten können.

Wir sind damals auch nur durch Infos einer Webseite darauf gekommen und genau so kann dies der Grundstein für eine neue Generation von Fahrern und Veranstaltern sein.

Ein Dank hierbei an alle, die uns in den letzten Jahren Unterstützt haben und auch an jene, die vielleicht genau das Gegenteil gemacht haben. Nur durch beide Seiten wurden wir zu dem, was wir heute sind.

Ein Herzliches Dankeschön hierfür.

Euer Team des BCCA

Schlusswort zur Entwicklung des Sports:

Es hat sich vieles seit damals verändert, aber der Grundgedanke des Sports ist gleich geblieben.

Wir fahren mit Freude gegeneinander Rennen auf Rutschautos!

Wenn man sich die Vergangenen 10 Jahre so ansieht, sollte man nicht alles immer so engstirnig sehen.

Sei es, dass ein Newcomer eine kleine Abweichung am Fahrzeug oder aber am Alter hat. Man sollte genau solche Personen fördern, sie sind die Zukunft dieses Sports.
Neue Zeitregelungen auf den Rennwochenenden sollten getroffen werden. Ein Training zusammen mit Fahrern aus anderen Rennklassen gab es damals schon und die Vergangenheit hat gezeigt, dass es enorm fördernd ist.

Es sollte damit aufgehört werden, jede Kleinigkeit am falschen Ort zu reglementieren. Hierdurch schränkt sich nur die Ideenvielfallt, die Trainingsmöglichkeiten von Jugendlichen oder aber die Fairness ein.

Genau das macht den Sport noch kaputt.

Es sollte nicht wegen jeder kleinsten Abweichung ein Fahrer oder ein Fahrzeug vom Rennen ausgeschlossen werden. Es gibt gewisse Grenzen, aber sollte es nicht auch gewisse Toleranzen geben? Immerhin sind die Fahrer jene, die hunderte von Kilometern zu den Rennen pilgern und den Sport erst zu dem machen, was er ist.

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